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Kategorie: Schuljahr 2015/2016

Drei Bäume für Deutschlands Einheit.

Die Fichtelnaabtal-Grundschule beteiligt sich an der bundesweiten Aktion.


Mit einem kurzen Lesetext über die Bedeutung und den Wert der Bäume für den Menschen eröffneten die beiden ersten Klassen mit ihren Lehrerinnen Sonja Brunner-Rosner und Jessica Plannerer eine doppelte Feierstunde an der Fichtelnaabtal-Grundschule Ebnath-Neusorg.

Zur Aktion „Drei Bäume für Deutschlands Einheit“ und zum Abschluss der Bepflanzung im Zuge des Neubaus des Allwetterplatzes begrüßte 1. Bürgermeister Peter König Rektorin Sabine Graser, die Gemeinderäte der Gemeinde Neusorg mit stellvertretendem Bürgermeister Dr. Günther Fütterer, Bürgermeisterkollegen im Schulverband Ludwig König, Kreisfachberater Harald Schlöger, Vertreter des Obst- und Gartenbauvereins mit erster Vorsitzender Ottilie Heidl, Felicitas Gleißner und Monika Keck für den Maschinenring Tirschenreuth, Frau Gensler von der Firma Fielmann sowie die anwesenden Schülerinnen und Schüler mit den Lehrkräften. Bürgermeister König unterstrich den Mehrwert der beiden Maßnahmen, die das Schulgelände aufwerten und ein grünes und blühendes Ambiente schaffen. Die Aktion „Drei Bäume für Deutschlands Einheit“ wird von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Verbindung mit der Firma Brille Fielmann unterstützt, die neben den Brillengeschäften u.a. auch Baumschulen unterhalten, aus der die drei gespendeten Bäume stammen.
Der Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 vor 25 Jahren führte zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Für uns Erwachsene ist der Fall der Innerdeutschen Mauer noch gut in Erinnerung. Für die heutige Schülergeneration ist der Mauerfall Geschichte. Mit der deutschen Wiedervereinigung sind weitere Mauern an den europäischen Grenzen gefallen. Reisefreiheit ohne Grenzkontrollen innerhalb Europas war die Folge. Im Zuge der enormen Belastung unseres Landes und unserer europäischen Nachbarn wird zur Problemlösung auch über die Errichtung von Grenzzäunen und Mauern wieder nachgedacht. Hier wiederholt sich die Geschichte. Ob Mauern Probleme lösen? Der Bau der innerdeutschen Mauer im Jahr 1961 tat es nicht!

Den Gedanken der Einheit symbolisch zu unterstützen, ist Ziel der Aktion „Drei Bäume für Deutschlands Einheit“. Aufmerksam gemacht auf die Aktion, die unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel steht und vor vielen Jahren im Kopf eines Wunsiedlers entstand, habe der Obst- und Gartenbauverein.

Deutschland wächst zusammen und verändert sich wie die drei zu pflanzenden Bäume. Das Einheitsdenkmal sieht dabei überall in Deutschland gleich aus.
Drei Bäume markieren ein geleichseitiges Dreieck mit einer Seitenlänge von jeweils 10 m. Die Baumarten stehen für die einstmals getrennten Teile Deutschlands und die Wiedervereinigung. Die Kiefer für den Osten, die Buche für den Westen, das vereinte Deutschland symbolisiert eine Eiche. Gepflanzt wurden die Bäume deshalb auch in dieser geographischen Ausrichtung.

Auch die Bepflanzung des Allwetterplatzes stellte eine große Gemeinschaftsleistung mit vielen Beteiligten dar. Die Planung durch Kreisfachberater Harald Schlöger wurde unter fachlicher Begleitung Gerhard Fröhlichs vom gleichnamigen Baubüro unter Teilfinanzierung und Pflanzhilfe durch den Maschinenring Tirschenreuth zusammen mit der achten Klasse und ihrer Lehrerin Erni Bühl umgesetzt.
Durch insgesamt 250 Stück Bäume, Sträucher und Bodendecker hat der Allwetterplatz einen grünen Rahmen erhalten. Die Zugänge zum Oberflurhydranten und der FGV-Infotafel wurden zusätzlich gestaltet.
Für diese großartige Gemeinschaftsleistung gelte Dank und Anerkennung, so der erste Bürgermeister.

Für beide Aktionen bedarf es vieler Mitdenker und Mithelfer, die bereit sind die Fichtelnaabtalschule positiv zu begleiten. Dies sei hervorragend gelungen.
Seinem Glück Auf und gutem Gelingen für weitere Aktivitäten in der kommenden Zeit schlossen sich Frau Gensler und Rektorin Graser an.

Die Firma Fielmann unterstützt deutschlandweit die Pflanzaktionen, die einen Teil der Firmenphilosophie darstellen. Fielmann pflanzt jedes Jahr für jeden Mitarbeiter einen Baum, bis heute mehr als eine Million Bäume. Fielmann begleitet Projekte im Naturschutz und im Umweltschutz, in Medizin und Forschung, engagiert sich im Ökolandbau und in der Denkmalpflege, unterstützt Kindergärten und Schulen und fördert den Breitensport.

Die Schule sei froh und stolz über die umfassende Unterstützung der schulischen Arbeit durch die Gemeinde und den Schulverband auch durch die lebensraumnahe Gestaltung des Schulgeländes. Dies trage viel dazu bei, sich in der Schule wohlfühlen zu können, um so den Prozess des Lernens und dessen Ergebnisse zu optimieren. Aufgegriffen auch im diesjährigen Schwerpunktthema „Schule des Wohlbefindens“ der jährlichen Aktionswoche der Gesundheit und Nachhaltigkeit. Themen, die sich im Fichtelnaabtal mit Bewegung und Ernährung durch die gesamte unterrichtliche Arbeit ziehen.

Zum Abschluss der Aktion trugen die Erstklässler gemeinsam das bekannte Gedicht Eugen Roths vor:

„Zu fällen einen schönen Baum, braucht's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk' es, ein Jahrhundert.“

Zur Erinnerung durfte die Schule zudem eine Infotafel zur Pflanzaktion entgegennehmen, die am Einheitsdenkmal aufgestellt werden wird.